Zum Inhalt springen
Reachify

Webseite

Webseite für Restaurants: was sie kosten darf und was drauf gehört

Eine Restaurant-Webseite kostet 600 bis 2.500 Euro. Entscheidend ist nicht das Design, sondern dass Speisekarte, Öffnungszeiten und Telefonnummer auf dem Handy in unter fünf Sekunden lesbar sind — dort schauen über 80 Prozent Ihrer Gäste.

Von Anil Cüre8 Minuten Lesezeit
Frisch angerichteter Teller auf einem Holztresen in einer Restaurantküche

Die meisten Menschen besuchen eine Restaurant-Webseite mit genau drei Fragen: Was gibt es, wann habt ihr offen, wie komme ich hin. Fast alle tun das auf dem Handy, oft unterwegs, oft in Eile. Eine Seite, die diese drei Fragen sofort beantwortet, ist besser als jede aufwendig gestaltete, bei der man erst scrollen und suchen muss.

Was eine Restaurant-Webseite kostet

UmfangPreisPasst zu
Eine Seite mit Karte und Kontakt300 – 800 €Imbiss, Café, kleines Lokal
Vier bis sechs Seiten800 – 1.800 €Restaurant mit Wechselkarte
Mit Reservierung und Lieferung1.500 – 2.500 €Lokal mit Außer-Haus-Geschäft
Eigene Fotoproduktionplus 400 – 1.200 €wenn keine guten Bilder da sind

Die Speisekarte gehört nicht als PDF auf die Seite

Das ist der häufigste und teuerste Fehler. Eine Karte als PDF muss auf dem Handy heruntergeladen werden, öffnet sich in einer anderen Anwendung, ist winzig und lässt sich nur mit Zoomen lesen. Ein Teil der Gäste bricht an dieser Stelle ab.

Dazu kommt der Punkt, der Sie Umsatz kostet: Google liest Text, keine PDF-Bilder. Steht Ihre Karte als Text auf der Seite, können Sie für „Pasta Musterstadt“ oder „vegane Pizza Musterstadt“ gefunden werden. Als PDF sind diese Gerichte für Google nicht vorhanden.

Was auf die Startseite gehört

  1. Küche und Ort in einem Satz: „Italienisches Restaurant in Musterstadt-Mitte“. Das ist zugleich Ihr wichtigster Suchbegriff.
  2. Öffnungszeiten, ohne Scrollen sichtbar. Inklusive Ruhetag — danach wird am häufigsten gesucht.
  3. Telefonnummer als anklickbarer Link. Auf dem Handy soll ein Tippen genügen.
  4. Die Speisekarte als Text, erreichbar mit einem Klick.
  5. Zwei bis drei echte Fotos: Gericht, Raum, Außenansicht. Die Außenansicht hilft beim Wiederfinden.
  6. Der Weg zur Reservierung: Telefon, Formular oder Buchungsdienst. Einer davon reicht, aber er muss auffallen.
  7. Anfahrt und Parkmöglichkeiten. Bei Lokalen außerhalb der Innenstadt der meistgelesene Abschnitt.

Fotos: das Gericht schlägt den Raum

Gäste entscheiden über Essen, nicht über Innenarchitektur. Ein gut fotografierter Teller wirkt stärker als zwanzig Raumaufnahmen. Fotografieren Sie am Fenster bei Tageslicht, von schräg oben, ohne Blitz — ein aktuelles Handy reicht dafür aus. Zehn gute Bilder Ihrer meistbestellten Gerichte sind eine bessere Investition als jedes Design.

Der Google-Eintrag entscheidet über Laufkundschaft

Wer „Restaurant in der Nähe“ sucht, sieht zuerst die Karte, nicht die Webseiten. Ihr Unternehmensprofil bei Google ist deshalb für ein Lokal wichtiger als für fast jede andere Branche — und es kostet nichts.

  • Öffnungszeiten aktuell halten, besonders an Feiertagen. Falsche Zeiten sind der häufigste Grund für schlechte Bewertungen.
  • Speisekarte auch dort hinterlegen, nicht nur auf der Webseite.
  • Fotos regelmäßig ergänzen — Google bevorzugt Profile mit frischem Material.
  • Auf Bewertungen antworten, freundlich und ohne Rechtfertigung. Andere Gäste lesen die Antworten mit.
  • Attribute pflegen: Außenbereich, barrierefrei, vegetarisch, Reservierung möglich. Danach wird gefiltert.

Lieferdienste: eigener Bestellweg oder Plattform?

Lieferplattformen nehmen zwischen 13 und 30 Prozent Provision. Bei 20.000 Euro Lieferumsatz im Jahr sind das 2.600 bis 6.000 Euro — mehr als eine ganze Webseite kostet. Ein eigener Bestellweg lohnt sich deshalb schnell, hat aber einen Haken: Die Plattformen bringen neue Gäste, Ihre eigene Seite bringt vor allem die, die Sie schon kennen.

Der übliche Weg ist beides: über die Plattform sichtbar bleiben, und auf jeder Bestellung, jedem Karton und der Webseite darauf hinweisen, dass eine Direktbestellung günstiger ist. Stammgäste wechseln dann von allein.

Häufige Fragen

Was kostet eine Webseite für ein Restaurant?

600 bis 2.500 Euro je nach Umfang. Ein Imbiss oder Café kommt mit einer gut gemachten Einzelseite für 300 bis 800 Euro aus. Kommen Reservierung und Bestellfunktion dazu, liegt die Spanne bei 1.500 bis 2.500 Euro. Bei Reachify: 299 Euro als Onepager, 499 Euro mit Unterseiten.

Soll die Speisekarte als PDF auf die Webseite?

Nein. PDFs sind auf dem Handy schwer lesbar, und Google kann die Gerichte darin nicht als Text erfassen. Damit verlieren Sie alle Suchanfragen nach einzelnen Gerichten. Die Karte gehört als Text auf die Seite — ein PDF können Sie zusätzlich zum Ausdrucken anbieten.

Braucht mein Restaurant eine Webseite, wenn ich bei Lieferdiensten gelistet bin?

Ja. Auf der Plattform stehen Sie neben allen Mitbewerbern und zahlen 13 bis 30 Prozent Provision. Ihre eigene Seite ist der einzige Ort, an dem Sie Öffnungszeiten, Reservierung und Direktbestellung ohne Abgabe steuern. Sie ist außerdem die Grundlage dafür, überhaupt bei Google gefunden zu werden.

Wie kommt mein Restaurant bei Google in die Karte?

Über ein vollständig ausgefülltes Google-Unternehmensprofil: richtige Kategorie, exakte Adresse, aktuelle Öffnungszeiten, Fotos und regelmäßige Bewertungen. Das Profil ist kostenlos und für ein Lokal wirksamer als jede Werbeanzeige. Die Webseite stützt es, ersetzt es aber nicht.

Wie viele Fotos braucht eine Restaurant-Webseite?

Zehn bis fünfzehn reichen: Ihre meistbestellten Gerichte, zwei Raumaufnahmen und eine Außenansicht. Die Außenansicht hilft Gästen beim Wiederfinden. Wichtiger als die Menge ist, dass es Ihre eigenen Bilder sind — gekaufte Stockfotos erkennt jeder, und sie zeigen nicht Ihr Essen.

Fragen zu Ihrem Fall?

Im Erstgespräch sagen wir Ihnen ehrlich, was sich lohnt — auch wenn das bedeutet, dass Sie gerade nichts beauftragen sollten.