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Webseite für Handwerker: Kosten, Aufbau und was Anfragen bringt
Eine Webseite für einen Handwerksbetrieb kostet zwischen 800 und 3.500 Euro. Den Preis treibt die Zahl der Gewerke, für die Sie gefunden werden wollen — jedes braucht eine eigene Unterseite, sonst zeigt Google Sie dafür nicht an.

Handwerksbetriebe leben von Empfehlungen — und deshalb hört man oft, eine Webseite brauche man nicht. Der Einwand übersieht, was heute vor der Empfehlung passiert: Wer einen Namen genannt bekommt, sucht ihn. Findet er nichts oder eine Seite von 2014, ruft er den Nächsten an. Die Webseite gewinnt selten den Auftrag, aber sie verliert ihn regelmäßig.
Was eine Handwerker-Webseite kostet
| Umfang | Preis | Passt zu |
|---|---|---|
| Eine Seite, alle Leistungen | 300 – 800 € | Einzelmeister, ein Gewerk |
| Fünf bis sieben Seiten | 800 – 2.000 € | Betrieb mit mehreren Gewerken |
| Zehn Seiten plus Orte | 2.000 – 3.500 € | mehrere Einsatzgebiete |
| Individuelles Design, eigene Fotos | ab 4.000 € | Betriebe mit Markenauftritt |
Welche Seiten Sie wirklich brauchen
Die häufigste Ursache für eine Webseite ohne Anfragen ist eine einzige Seite mit der Überschrift „Unsere Leistungen“ und einer Aufzählung darunter. Google hat dann keinen Anlass, Sie für „Badsanierung Musterstadt“ anzuzeigen — es gibt keine Seite, die von Badsanierung handelt. Jedes Gewerk, mit dem Sie Geld verdienen, braucht eine eigene Unterseite.
- Startseite: was Sie machen, wo, und wie man Sie erreicht. Telefonnummer sichtbar, nicht im Fußbereich versteckt.
- Je eine Seite pro Gewerk: Badsanierung, Heizungstausch, Elektroinstallation. Nicht „Sanitär, Heizung, Klima“ auf einer.
- Referenzen mit Fotos: vorher und nachher schlägt jede Beschreibung.
- Über den Betrieb: seit wann, wie viele Leute, Meisterbrief. Das ist der Vertrauensteil.
- Notdienst, falls Sie einen anbieten — mit den Zeiten und dem Preis dafür.
- Kontakt mit Formular und Telefonnummer. Beides, nicht nur eins.
Fotos sind wichtiger als Design
Bei kaum einer Branche wirken echte Bilder so stark wie im Handwerk. Ein fertiges Bad, eine saubere Verkabelung, ein Dachstuhl — das entscheidet, ob jemand anruft, nicht die Farbwahl. Sie brauchen dafür keinen Fotografen: Ein aktuelles Handy bei Tageslicht liefert brauchbare Aufnahmen. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, bei jeder Baustelle vorher und nachher zu fotografieren.
Was Sie vermeiden sollten, sind gekaufte Stockbilder von lächelnden Handwerkern mit Klemmbrett. Jeder erkennt sie, und sie sagen nichts über Ihre Arbeit. Zehn echte Fotos schlagen fünfzig gekaufte.
Der Google-Eintrag zählt mehr als die Webseite
Für örtliche Suchen entscheidet das Unternehmensprofil bei Google oft stärker als die Webseite selbst. Es ist kostenlos, und die meisten Betriebe lassen es halb ausgefüllt liegen. Vollständige Angaben, aktuelle Öffnungszeiten, echte Fotos und regelmäßige Bewertungen bringen kurzfristig mehr als jede Investition in die Seite.
- Kategorie exakt wählen — „Elektriker“ statt „Bauunternehmen“.
- Einsatzgebiet eintragen, wenn Sie zum Kunden fahren statt Laufkundschaft zu haben.
- Fotos hochladen, mindestens zehn, und alle paar Monate neue.
- Nach jedem zufriedenen Auftrag um eine Bewertung bitten. Direkt, per Kurzlink, am selben Tag.
- Auf jede Bewertung antworten, auch auf die schlechten. Vor allem auf die schlechten.
Woran es liegt, wenn keine Anfragen kommen
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Was hilft |
|---|---|---|
| Niemand findet die Seite | keine eigene Seite je Gewerk | Unterseiten anlegen |
| Besucher, keine Anrufe | Nummer nicht sichtbar | Telefonnummer nach oben |
| Nur Werbekunden rufen an | Suchbegriffe zu allgemein | Ort und Gewerk verbinden |
| Anfragen ohne Budget | Preisrahmen fehlt | Von-Preise nennen |
| Seite lädt langsam | unkomprimierte Fotos | Bilder verkleinern |
Häufige Fragen
Was kostet eine Webseite für einen Handwerksbetrieb?
Zwischen 800 und 3.500 Euro für einen ordentlichen Auftritt mit fünf bis zehn Unterseiten. Ein Einzelmeister mit einem Gewerk kommt mit 300 bis 800 Euro aus. Bei Reachify kostet ein Auftritt mit bis zu sechs Unterseiten 499 Euro als Festpreis.
Braucht ein Handwerker überhaupt eine Webseite?
Ja, aber nicht als Werbeplakat, sondern als Nachweis. Wer Sie empfohlen bekommt, sucht Ihren Namen. Findet er nichts, wirkt das wie ein Betrieb, der nicht mehr existiert. Für neue Kunden aus dem Umkreis ist zusätzlich das kostenlose Google-Unternehmensprofil oft wirksamer als die Webseite selbst.
Wie viele Unterseiten braucht eine Handwerker-Webseite?
Eine je Gewerk, mit dem Sie Geld verdienen, plus Startseite, Referenzen, Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutz. Für die meisten Betriebe sind das sechs bis zehn Seiten. Eine Sammelseite „Leistungen“ mit einer Aufzählung reicht nicht — Google zeigt Sie dann für kein einzelnes Gewerk an.
Lohnt sich Google Ads für Handwerker?
Bei Notdiensten und dringenden Arbeiten fast immer, weil dort sofort gesucht und sofort angerufen wird. Bei planbaren Gewerken wie Badsanierung lohnt es sich, wenn die Auslastung schwankt. Rechnen Sie mit 300 bis 800 Euro Werbebudget im Monat als sinnvollen Einstieg, darunter fehlen die Daten zum Steuern.
Was gehört auf die Startseite eines Handwerkers?
In den ersten zwei Sekunden lesbar: was Sie machen, wo Sie arbeiten, und die Telefonnummer. Darunter Ihre Gewerke mit Verweis auf die jeweilige Seite, echte Fotos abgeschlossener Arbeiten, Bewertungen und ein Formular. Kein Begrüßungstext über die Wichtigkeit von Handwerk.



