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Webseite für Friseure: Kosten, Online-Termine und volle Stühle
Eine Friseur-Webseite kostet 500 bis 2.000 Euro. Der größte Hebel ist die Online-Terminbuchung: Sie nimmt Buchungen an, wenn der Salon geschlossen ist — und genau dann suchen die meisten Kunden nach einem Termin.

Friseure haben ein Zeitproblem: Kunden suchen abends und am Wochenende nach einem Termin, also genau dann, wenn niemand ans Telefon geht. Wer in diesem Moment nur eine Telefonnummer findet, nimmt den nächsten Salon, der eine Buchung im Netz anbietet. Das ist der wichtigste Grund für eine eigene Webseite — nicht das Aussehen.
Was eine Friseur-Webseite kostet
| Umfang | Preis | Passt zu |
|---|---|---|
| Eine Seite mit Preisen und Kontakt | 300 – 700 € | kleiner Salon |
| Vier bis sechs Seiten | 700 – 1.500 € | Salon mit mehreren Leistungen |
| Mit Online-Terminbuchung | 1.000 – 2.000 € | Salon mit Team |
| Terminsoftware laufend | 20 – 60 € im Monat | je nach Anbieter |
| Fotoproduktion | 400 – 1.200 € | wenn keine guten Bilder da sind |
Online-Terminbuchung: der eine große Hebel
Ein erheblicher Teil der Terminanfragen entsteht außerhalb der Öffnungszeiten. Ohne Buchungsfunktion sind das verlorene Termine — der Kunde vergisst es bis zum nächsten Morgen oder findet einen anderen Salon. Eine Buchung im Netz fängt genau diese Anfragen ab.
Der zweite Effekt ist weniger sichtbar, aber ebenso wertvoll: Erinnerungen per Nachricht senken die Zahl der nicht wahrgenommenen Termine deutlich. Bei einem Salon mit vier Ausfällen in der Woche und einem durchschnittlichen Bon von 45 Euro sind das rund 9.000 Euro im Jahr, die auf dem leeren Stuhl sitzen bleiben.
- Leistungen mit realistischer Dauer hinterlegen, sonst gerät der Tag durcheinander.
- Puffer zwischen den Terminen einplanen, gerade bei Farbe.
- Erinnerung 24 Stunden vorher — das ist die Einstellung mit dem größten Effekt.
- Mitarbeiterwahl anbieten, wenn Kunden Stammkraft haben.
- Absagefrist hinterlegen und sichtbar machen.
Preise gehören auf die Seite
„Preise auf Anfrage“ kostet Termine. Wer einen neuen Salon sucht, will wissen, worauf er sich einlässt — vor allem bei Farbe und Strähnen, wo die Spannen groß sind. Nennen Sie Von-Preise und schreiben Sie dazu, wovon die tatsächliche Summe abhängt: Haarlänge, Aufwand, Produkt. Das ist ehrlich und beantwortet die Frage trotzdem.
Ein Nebeneffekt: Die Preisliste als Text macht Sie für Suchen wie „Balayage Musterstadt Preis“ auffindbar. Als Bild oder PDF ist sie für Google nicht vorhanden.
Fotos: Ihre Arbeit, nicht der Salon
Kunden suchen ein Ergebnis, keine Einrichtung. Zeigen Sie Frisuren, die Sie tatsächlich gemacht haben — bei Tageslicht, vor einem ruhigen Hintergrund, gern mehrere Ansichten. Vorher-Nachher wirkt bei Farbveränderungen besonders stark. Holen Sie das Einverständnis der Kundin schriftlich ein, ein kurzer Satz auf Papier genügt.
Instagram ersetzt die Webseite nicht
Instagram ist für Friseure das beste Schaufenster, das es gibt, und Sie sollten es nutzen. Es ersetzt aber die Webseite nicht — aus drei Gründen: Wer bei Google nach einem Friseur sucht, findet Ihr Profil selten. Öffnungszeiten und Preise sind dort schlecht auffindbar. Und die Reichweite gehört nicht Ihnen; ändert sich die Anzeigelogik, ist sie weg.
Die sinnvolle Aufteilung: Instagram zeigt die Arbeit, die Webseite nimmt den Termin an. Der Link im Profil führt direkt zur Buchung, nicht zur Startseite.
Der Google-Eintrag bringt die Laufkundschaft
- Kategorie „Friseursalon“, dazu passende Zusatzkategorien wie „Barbershop“.
- Öffnungszeiten aktuell halten, besonders an Feiertagen.
- Buchungslink direkt im Profil hinterlegen.
- Fotos regelmäßig ergänzen, nicht einmal beim Anlegen.
- Nach jedem zufriedenen Termin um eine Bewertung bitten — am selben Tag, per Kurzlink.
Häufige Fragen
Was kostet eine Webseite für einen Friseursalon?
500 bis 2.000 Euro. Ein kleiner Salon kommt mit einer guten Einzelseite für 300 bis 700 Euro aus. Mit Online-Terminbuchung liegt die Spanne bei 1.000 bis 2.000 Euro, dazu 20 bis 60 Euro im Monat für die Terminsoftware. Bei Reachify: 299 Euro als Onepager, 499 Euro mit Unterseiten.
Lohnt sich eine Online-Terminbuchung für Friseure?
Ja, es ist der größte einzelne Hebel. Ein erheblicher Teil der Anfragen entsteht abends und am Wochenende, wenn niemand ans Telefon geht. Dazu kommen automatische Erinnerungen: Sie senken nicht wahrgenommene Termine spürbar — bei vier Ausfällen pro Woche und 45 Euro Durchschnittsbon geht es um rund 9.000 Euro im Jahr.
Soll ich meine Preise auf die Webseite schreiben?
Ja, als Von-Preise mit einer Erklärung, wovon die Summe abhängt. „Preise auf Anfrage“ kostet Termine, weil Neukunden vorher wissen wollen, worauf sie sich einlassen. Schreiben Sie die Liste als Text, nicht als Bild oder PDF — sonst findet Google Sie nicht für Suchen nach einzelnen Leistungen.
Reicht Instagram statt einer Webseite?
Nein. Instagram ist das beste Schaufenster für Ihre Arbeit, aber wer bei Google nach einem Friseur sucht, findet Ihr Profil kaum. Öffnungszeiten und Preise sind dort schlecht auffindbar, und die Reichweite gehört Ihnen nicht. Sinnvoll ist beides: Instagram zeigt die Arbeit, die Webseite nimmt den Termin an.
Darf ich Fotos meiner Kundinnen zeigen?
Nur mit deren Einverständnis. Holen Sie es schriftlich ein — ein kurzer Satz auf Papier oder im Buchungsvorgang genügt, mit dem Hinweis, dass die Zustimmung jederzeit widerrufen werden kann. Bei Aufnahmen ohne erkennbares Gesicht ist die Lage einfacher, ein Einverständnis ist trotzdem der sichere Weg.



