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Website-Relaunch: die Checkliste, die Ihre Rankings rettet

Der häufigste Grund für Sichtbarkeitsverluste nach einem Relaunch sind fehlende Weiterleitungen: Alte Adressen laufen ins Leere, und die dort aufgebaute Bewertung geht verloren. Eine vollständige Liste aller alten Adressen vor dem Umzug verhindert das.

Von Anil Cüre7 Minuten Lesezeit

Ein Relaunch ist der Moment, in dem viele Unternehmen unbemerkt Sichtbarkeit verlieren. Die neue Seite sieht besser aus, lädt schneller, und drei Wochen später fragt jemand, warum die Anfragen ausbleiben. Fast immer liegt es an denselben drei Fehlern — und alle drei sind vermeidbar.

Vor dem Relaunch

  1. Alle bestehenden Adressen erfassen. Aus der Sitemap, aus der Search Console und aus den Zugriffsdaten. Diese Liste ist die Grundlage für alles Weitere.
  2. Die Seiten mit dem meisten Suchverkehr markieren. Sie brauchen im neuen Aufbau eine Entsprechung — notfalls eine, die es vorher nicht gab.
  3. Aktuellen Stand messen: Besucher über Suche, Rankings zu den wichtigsten Begriffen, Ladezeiten. Ohne Vorher-Werte lässt sich hinterher nicht beurteilen, was passiert ist.
  4. Für jede alte Adresse die neue festlegen. Wo es keine Entsprechung gibt, auf die thematisch nächstliegende Seite verweisen — nicht pauschal auf die Startseite.
  5. Prüfen, ob Inhalte verlorengehen. Texte, die ranken, sollten nicht im Zuge der Modernisierung gekürzt werden.

Am Tag des Umzugs

  1. Alle Weiterleitungen als dauerhafte Weiterleitung einrichten, nicht als vorübergehende. Nur die dauerhafte überträgt die Bewertung.
  2. Weiterleitungsketten vermeiden: Alte Adresse soll direkt auf die neue zeigen, nicht über zwei Zwischenstationen.
  3. Sperre für Suchmaschinen entfernen. Testumgebungen sind meist gesperrt — wenn diese Einstellung mit umzieht, verschwindet die Seite komplett aus Google.
  4. Neue Sitemap erzeugen und in der Search Console einreichen.
  5. Prüfen, dass jede Seite eigene Titel und Beschreibungen hat. Identische Angaben auf allen Seiten sind ein verbreiteter Fehler bei Seiten, die im Browser zusammengebaut werden.

In den ersten vier Wochen danach

  • Täglich in die Search Console schauen: Kommen Fehlermeldungen zu nicht gefundenen Seiten?
  • Ranking-Veränderungen beobachten. Ein Einbruch in den ersten zwei Wochen ist normal, danach sollte es sich erholen.
  • Interne Verlinkung prüfen: Zeigen Links im Text noch auf alte Adressen?
  • Externe Verweise anpassen, wo möglich — Branchenverzeichnisse, Google-Unternehmensprofil, Social-Media-Profile.
  • Core Web Vitals messen. Die neue Seite sollte messbar schneller sein, sonst war der Aufwand umsonst.

Wenn nach sechs bis acht Wochen keine Erholung eintritt, liegt es selten am Design und fast immer an einem übersehenen technischen Punkt. Die häufigsten Ursachen: eine vergessene Sperre für Suchmaschinen, fehlende Weiterleitungen bei Unterseiten, oder eine Seite, die Inhalte erst per JavaScript nachlädt und für Crawler leer bleibt.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es nach einem Relaunch, bis die Rankings zurückkommen?

Bei sauber eingerichteten Weiterleitungen erholen sich die Rankings meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen. Dauert es länger als acht Wochen, liegt in der Regel ein technischer Fehler vor.

Muss ich beim Relaunch die URLs ändern?

Nein, und wenn es nicht nötig ist, sollten Sie es lassen. Jede geänderte Adresse ist ein Risiko. Ändern Sie nur dort, wo die alte Struktur inhaltlich falsch war.

Was ist eine 301-Weiterleitung?

Eine dauerhafte Weiterleitung von einer alten auf eine neue Adresse. Suchmaschinen übertragen dabei den Großteil der aufgebauten Bewertung. Eine vorübergehende Weiterleitung (302) tut das nicht.

Fragen zu Ihrem Fall?

Im Erstgespräch sagen wir Ihnen ehrlich, was sich lohnt — auch wenn das bedeutet, dass Sie gerade nichts beauftragen sollten.