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Google Ads

Google Ads Budget: wie viel Sie brauchen und wo es verbrennt

Als Untergrenze für Google Ads gilt: Sie sollten sich mindestens hundert Klicks im Monat leisten können, sonst reichen die Daten nicht zum Optimieren. Bei einem Klickpreis von zwei Euro sind das 200 Euro, bei zehn Euro entsprechend 1.000 Euro.

Von Anil Cüre8 Minuten Lesezeit
KlicksAnfragenAufträge

Die Frage „Wie viel Budget brauche ich?“ lässt sich nicht pauschal beantworten, aber sie lässt sich ausrechnen. Dafür braucht es drei Zahlen, die jeder Betrieb kennt oder schätzen kann: was ein Klick kostet, wie viele Klicks zu einer Anfrage werden, und wie viele Anfragen zu einem Auftrag.

Die Rechnung, die vor dem Start gehört

GrößeBeispiel HandwerkBeispiel Beratung
Klickpreis2,50 €9,00 €
Klicks bis Anfrage2035
Kosten je Anfrage50 €315 €
Anfragen bis Auftrag35
Kosten je Auftrag150 €1.575 €
Deckungsbeitrag je Auftrag800 €4.000 €
Lohnt sich?ja, deutlichja, aber knapper

Wenn am Ende der Rechnung ein Betrag steht, der über Ihrem Deckungsbeitrag liegt, lohnt sich Google Ads für diesen Suchbegriff nicht. Das ist keine Niederlage, sondern eine wertvolle Erkenntnis — die meisten Unternehmen stellen diese Rechnung erst auf, nachdem sie ein halbes Jahr Budget ausgegeben haben.

Wo das Geld unbemerkt verschwindet

  1. Weitgehend passende Suchbegriffe ohne Ausschlüsse. Google bringt Ihre Anzeige bei allem, was entfernt ähnlich klingt. Ohne eine gepflegte Liste ausgeschlossener Begriffe zahlen Sie für Suchanfragen wie „Beruf“, „Ausbildung“ oder „selber machen“.
  2. Fehlende Erfolgsmessung. Wer nicht erfasst, welche Klicks zu Anfragen führen, kann nicht optimieren. Google optimiert dann auf Klicks — und die bekommen Sie reichlich.
  3. Automatisch erzeugte Anzeigenerweiterungen, die auf Seiten führen, die es nicht mehr gibt.
  4. Anzeigenschaltung rund um die Uhr, obwohl das Telefon nur werktags besetzt ist.
  5. Kein geografischer Zuschnitt. Wer nur im Umkreis von dreißig Kilometern liefert, zahlt sonst für Klicks aus dem ganzen Land.
  6. Markensuchbegriffe ohne Not. Wer Ihren Firmennamen eingibt, findet Sie ohnehin. Anzeigen darauf lohnen sich nur, wenn Wettbewerber auf Ihren Namen bieten.

Reihenfolge beim Aufbau

  1. Erfolgsmessung einrichten — Anrufe, Formulare, Käufe. Vor der ersten Anzeige.
  2. Geografischen Bereich festlegen und auf tatsächliche Aufenthaltsorte begrenzen, nicht auf Interesse an der Region.
  3. Wenige, eng gefasste Kampagnen starten. Lieber drei Suchbegriffe, die zum Angebot passen, als dreißig.
  4. Zwei Wochen laufen lassen, ohne täglich einzugreifen. Vorher fehlen die Daten.
  5. Suchanfragenbericht auswerten und ausschließen, was nicht passt. Das ist die wirksamste einzelne Maßnahme.
  6. Erst danach ausweiten.

Wann Google Ads die falsche Wahl ist

Bei sehr kleinen Margen, bei Produkten ohne aktive Nachfrage und bei Betrieben, die ohnehin ausgelastet sind. Auch dann, wenn die Zielseite schwach ist: Eine teure Anzeige, die auf eine unübersichtliche Seite führt, verbrennt Geld schneller als jede falsche Einstellung.

Häufige Fragen

Wie viel kostet Google Ads im Monat?

Das Werbebudget bestimmen Sie selbst. Sinnvoll sind mindestens hundert Klicks im Monat — je nach Branche also zwischen 200 und 1.500 Euro. Dazu kommt die Betreuung, üblicherweise als Pauschale oder als Anteil des Budgets zwischen 10 und 20 Prozent.

Was kostet ein Klick bei Google Ads?

Je nach Branche zwischen 30 Cent und über 20 Euro. Handwerk und Gastronomie liegen meist zwischen 1 und 4 Euro, Rechts- und Finanzberatung deutlich höher, weil dort ein einzelner Auftrag viel wert ist.

Wie schnell wirkt Google Ads?

Anzeigen laufen innerhalb weniger Stunden. Verlässliche Kosten je Anfrage stellen sich nach zwei bis vier Wochen ein, wenn genug Daten für die Optimierung vorliegen.

Fragen zu Ihrem Fall?

Im Erstgespräch sagen wir Ihnen ehrlich, was sich lohnt — auch wenn das bedeutet, dass Sie gerade nichts beauftragen sollten.